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Die lokale Geschichte der Reformation erkunden

Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Thema Reformation auseinander, indem sie die lokale Geschichte der Reformation erkunden.

Foto: Dieter Schütz / PIXELIO

In diesem Projekt geht es darum, sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auf Spurensuche der regionalen Kirchengeschichte zu begeben. Dabei werden u.a. Stadtarchive besucht. Die Ergebnisse werden festgehalten und z. B. zu Theaterstücken verarbeitet.

Ein Erfahrungsbericht aus Göttingen: Gemeinsam mit einer Lerngruppe des Jahrgangs 10 des Felix-Klein-Gymnasiums haben wir im Vorlauf das Stadtarchiv (Kooperation mit dem Stadtarchivar) und die Stadtchronik Göttingens vor und während der Reformation durchforstet. Dabei stießen wir auf interessante Details, etwa dass Göttingen keinen eigenen Reformator hatte, die Reformation hier relativ spät stattfand, die Träger der Reformation Handwerker, die sogenannten Wollenweber, waren und nicht etwa Geistliche. Auch der Landesherr Herzog Erich und seine 40 Jahre jüngere Ehefrau, Elisabeth von Brandenburg, faszinierten die Schüler.
Durch das Eintauchen in die verschiedenen Rollen und Gruppen der Zeit wurde die Stadtgeschichte Göttingens lebendig. Wir fanden außerdem mehrere Briefe Luthers an die Göttinger, in denen es um Lösung von Problemen bei der Pfarrstellenbesetzung ging und andere praktische Fragen der Umsetzung der neuen Kirchenordnung. Wir suchten gemeinsam Orte in der Stadt auf, etwa die Groner Straße, wo der Auftakt in einer musikalischen Demo stattfand, oder das alte Rathaus, wo Ratsherren gekidnappt wurden und vieles mehr.
Nach dieser Phase der „Erforschung“ der Geschichte entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Theaterstück. In Kleingruppenarbeit entwarfen sie Rollen und einzelne Beiträge, später wurden alle Texte von der Gruppe redaktionell überarbeitet. Aus den einzelnen Szenen entwarfen wir anschließend das Theaterstück. Dieses wurde im Rahmen einer Erzählkirche in der St. Johanniskirche in Göttingen aufgeführt. Im Anschluss an die Spielszenen gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen, wobei wir Prof. Dr. Thomas Kaufmann von der Uni Göttingen als Experten gewinnen konnten. An der Erzählkirche konnten Lerngruppen aus Göttingen nach Anmeldung teilnehmen, aber auch interessierte Göttinger Bürger. Die Presse berichtete ausführlich über das Projekt.

• Besuch des Stadtarchivs
• Verkleidung für das Theaterstück
• Experten für Rückfragen
• Aufführungsort

Das Projekt ist ausgelegt für die jeweilig regionale Reformationsgeschichte. Das Theaterstück ist speziell auf Göttingen ausgelegt und kann nur als Impulsidee dienen.

 

Ein Projekt für

für Schülerinnen und Schüler der Sek I

Ein Projekt von

Schulpastorin Ulrike Evers-Fuchs